Meine Mutter ist gestorben. Unerwartet. Sie war zu jung um zu sterben, ich bin zu jung um Halbwaise zu sein. Der Tod des Menschen, aus dem ich gekommen bin, ist mir noch immer unbegreiflich.
Es ist schwer zu sagen, was sich verändert hat. Irgendwie alles. Nur mein Alltag nicht. Das ist kein Paradoxon. Ich frage mich oft, was ich machen würde, wenn sie nicht gestorben wäre. Ich denke, das gleiche, was ich jetzt auch mache. Nur fühle ich mich seltsam. Seltsamer. Ich fühlte mich ja schon immer seltsam.
So ein gravierender Verlust ist das surrealste Gefühl, die verrückteste Wendung im Leben. Und trotzdem…es ist…anders.